LUCA QUINTAVALLE wurde 1983 in Como (Italien) geboren und studierte Klavier bei Ernesto Esposito. Seinen Master of Cembalo absolvierte er mit "summa cum laude" als Schüler von Giovanni Togni, Stefano Molardi und Paolo Beschi am Konservatorium seiner Heimatstadt. Als Stipendiat des DAAD wurde er nach seinem Studium mit dem Konzertexamen bei Christian Rieger an der Essener Folkwang-Musikhochschule ausgezeichnet, besuchte Kurse von Kristian Bezuidenhout, Jesper Christensen, Stefano Demicheli, Andrea Marcon, Christophe Rousset, Alexei Lubimov und Andreas Staier und gewann 2007 beim Basso-continuo-Wettbewerb “G. Gambi" in Pesaro den 1. Preis. Des weiteren studiert er Dirigieren bei Yoichi Sugiyama und Christoph Altstädt (Meisterkurse bei Julien Salemkour und Giancarlo Andretta) und Klavier bei László Gyimesi.

 

Seit Februar 2017 spielt Luca Quintavalle regelmäßig (Rossinis "La Cenerentola” und Vivaldi-Europatour 2017 und 2018 sowie Rossinis “l'Italiana in Algeri” bei den der Salzburger Festspielen 2018; Händels Ariodante in 2019 und Farinelli-Tour 2019-2020) zusammen mit Cecilia Bartoli und ihrem neuen Orchester (Les Musiciens du Prince) mit großem Erfolg (“Mention spéciale pour le clavecin de Luca Quintavalle qui joue à merveille avec les textes des récitatifs permettant ainsi de les rendre totalement vivants” www.bachtrack.com; Der Standard: "Genial Luca Quintavalle am Hammerklavier”; klassik-begeistert.de: "Wunderbar lebhaft begeistert Luca Quintavalle am Hammerklavier.”)

Luca Quintavalle hat mit Orchestern wie Concerto Köln (auch als Solist), Les Talens Lyriques, Balthasar Neumann Ensemble, Cappella Gabetta, Ensemble Matheus, Academia Montis Regalis, Il Canto d’Orfeo, Harmonie Universelle, Divino Sospiro, Il Pomo d’Oro, Capella Augustina, La Folia Barockorchester, Kölner Kammerorchester, Orchestre de la Suisse Romande, Gürzenich Orchester, WDR Sinfonieorchester Köln, Düsseldorfer Symphoniker, Hamburger Symphoniker und Philharmonisches Staatsorchesters Hamburg zusammengearbeitet. Er ist in einigen der größten deutschen Konzertsäle (Tonhalle Düsseldorf, Festspielhaus Baden-Baden, Herkulessaal und Prinzregententheater München, Elbphilharmonie und Laeiszhalle Hamburg, Berliner Philharmonie, Kölner Philharmonie.....) und in ganz Europa (u.a. an der Opéra Garnier in Paris für die Händels Alcina unter der Leitung vom Christophe Rousset) sowie in Israel, in Istanbul, in den USA, in Japan und in Russland aufgetreten und er nahm für die Sony-Deutsche Harmonia Mundi, für die Deutsche Grammophon, Hyperion, Erato und Capriccio auf. Als Assistent vom Alessandro De Marchi für Händel’s Rinaldo an der Kölner Oper war er für das Internet-Portal www.Opernnetz.de "Ein Superlativ dagegen: der Atemberaubend virtuose Cembalist!

 

Luca Quintavalle ist auch als Kammermusiker sehr aktiv. Die Aufnahmen “Affettuoso", “I musicisti dell’imperatore" und “Vivaldi per Pisendel” für die Labels Onyx und Pan Classics mit dem "G.A.P. Ensemble" und Raffaella Milanesi wurden von der Kritik gefeiert (5 de Diapason; “This is a superb disc" CD des Monats - MusicWeb International; "a warm commendation" Fanfare). Das "G.A.P. Ensemble” konzertiert auch regelmäßig mit Solisten wie Maurice Steger, Dorothee Mields, Hille Perl, Martin Sandhoff und Valer Sabadus. Sehr geschätzt wurde auch die CD "Tesori di Napoli" mit dem Blockflötisten Daniel Rothert, die bei Hänssler Classic im Januar 2014 erschienen ist ("Die Begeisterung ist ansteckend" Pizzicato) und die Aufnahme mit dem Ensemble "Nel Dolce" (SR2-Kulturradio: "eine wunderbare CD"). Seit dem Sommer 2018 spielt er regelmäßig in dem Ensemble “Aernen Barock” unter der Leitung von Ada Pesch in dem Festival Musikdorf Ernen.

 

Im April 2017 wurde seine erste Solo-Aufnahme als Doppel-CD für das Label Brilliant Classics erschienen, die von der Kritik sehr gelobt wurde (“Recording of the month”- MusicWeb International; “a great deal of excellent playing by Luca Quintavalle; enjoyable listening, which may be unreservedly recommended.”  Early Music-Oxford Journal; “I don't expect this recording to be surpassed” American Record Guide; “Geniale Musik, grandios gespielt. Für mich ist das die eindrucksvollste Cembalo-CD, die ich seit Jahren hören durfte.” magazin.klassik.com). Im Januar 2020 ist seine zweite Solo-Aufnahme (mit Hammerklavier) erschienen: Anton Eberl, Complete Piano Sonatas. Verschiedene Sendungen (Radio 3- Rai, Radio Classica, WDR3, hr2, Bayerische Rundfunk, Deutschlandfunk, RSI…..) haben ihn und seine Aufnahmen mit Interviews vorgestellt und seine Konzerte gesendet. 

 

Wegen seiner leidenschaftlichen Suche nach unbekanntem aber künstlerisch und musikwissenschaftlerisch wertvollem Repertoire hat er viele Stücke (von Telemann, Leo, Fiorenza, Sarti, Federici, Piani, Geminiani, A. Scarlatti, Caldara, Orme) als Weltersteinspielung aufgenommen. Luca Quintavalle spielte auch Musik von verschiedenen Komponisten des XX. und XXI. Jahrhundert (De Falla, Ligeti, Ohana, Halffter, Pärt, Dutilleux, Martinu, Schnittke, Martin, Parra) mit Kollegen wie Ensemble Resonanz, Ensemble Musikfabrik und Kölner Kammersolisten (Ensemble von den Solisten des Gürzenich Orchesters und des WDR Sinfonie Orchesters Köln). 

 

Er gab Meisterkurse an der Staatlichen Universität für Kunst und Kultur in Moskau, in St. Petersburg und an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf. Er war Dozent an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und seit dem Sommersemester 2017 ist er Dozent an der Essener Folkwang-Universität der Künste.

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Foto Luca Quintavalle: Hanna Witte, www.hanna-witte.de

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